DIN A4 Ordner aufgeschlagen, gefüllt mit Negativhüllen

Warum ich das sortieren von Fotos liebe.

Es befreit mich, wenn ich die Fotos in die entsprechenden Ordner ganz manuell sortiere. Dabei lösche ich die doppelten oder auch die mehr als 2 mal fotografierten Motive. Früher, also so vor 2-3 Jahren konnte ich keine Fotos löschen. Ja, richtig, KEINE. Ich bin jetzt noch dabei, Speicherplatz zu schaffen. Ehrlich gesagt bin ich ganz gespannt, wann ich fertig bin.

Wenn dann wieder mehr Platz ist und alles seine Ordnung hat, geht es mir gut. Mir ist dann auch bewusst, dass ich diese Fotos finden werde, wenn ich sie suche. Das könnte zum Beispiel am 8.Dezember sein, wenn ich mich an das Fotobuch von diesem Jahr setze. Seitdem ich meine Methode konsequent anwende, bekomme ich keine zusätzlichen grauen Haare, wenn ich nur an das Fotobuch erstellen denke.

Im gleichen Zuge werde ich dann wohl mal wieder Fotokalender für die Familie erstellen. Das habe ich die letzten Jahre nicht mehr gemacht, da ich irgendwann keine Lust mehr hatte, die Fotos zu suchen und ewig und drei Nächte abends oder schon fast nachts vor dem Computer zu sitzen. Ich sehe gern schnell Ergebnisse. Manchmal dauern Dinge eben ihre Zeit.

Speicherplatz einfach freigeben

Beim Fotografieren erwische ich mich oft, dass die Serienbildfunktion aktiviert ist. Dann kommen schnell mal 100 Bilder in wenigen Minuten auf die Speicherkarte. Wer guckt sich die ganzen Fotos an? Ich! Und es werden nur die besten 3-5 Fotos einer Serie behalten. Alle anderen Fotos werden eh nicht ausgedruckt, verschickt oder veröffentlicht.

Die befreiende Wirkung des Löschens

Manchmal ist es dann schon wie ein Wahn, die Löschen Taste zu drücken. Zum Glück gibt es dann noch den Papierkorb. Ehrlich gesagt, ist das auch einfach nur die Sicherheit, die mir bewusst ist. Wenn ein Foto im Papierkorb ist, kommt es da relativ selten wieder raus zurück auf die Festplatte. Und das ist auch gut so. Der Song von Silbermond “Leichtes Gepäck” trifft es ganz gut: “Es ist wenig was du wirklich brauchst…”

Geduld ist nicht meine Stärke

Früher war nach dem Fotografieren vor dem Bearbeiten. Gut, dass ist auch heute noch so. Heute ist es aber anders. Die Fotos, bei denen mir direkt klar ist, dass ich sie nicht brauchen werde, fliegen raus. Wieviele Fotos im Moment noch auf ihren Einsatz warten, mag ich gar nicht zählen. Einige von ihnen warten schon ziemlich lange, obwohl klar ist, dass der direkte Weg in den Papierkorb führt. Da hilft schon mal beim Fotografieren bewusst auf den Auslöser zu drücken. Eine selbstgesetzte Challenge hilft dabei: Nur ein Foto pro Motiv, oder auch mal extremer: ein Foto pro Tag. Probier es selbst mal aus.

Adina Kagermaier hält in der rechten Hand ihre Kamera und in der linken Hand hält sie ein kleines Kunstwerk, welches sie selbst kreiert hat.
Ich, meine Canon EOS 5D Mark IV und eines meiner Bilder *fotografiert von Foto Barten

Die Gewissheit, dass das kommende Fotoprojekt zügig abgeschlossen werden kann

Wenn ich nun einmal die Woche meine Speicherkarten leere und die Fotos entsprechend weg sortiere, die doppelten lösche, die Fotos verschlagworte, ja dann weiß ich, dass mein nächstes Fotoprojekt schon mal gut vorbereitet ist.

Die Gewissheit nicht wieder ewig vor dem PC zu hocken mit dem dritten Tee in der Tasse, auf der ständigen Suche nach dem Foto von DEM Ausflug. Ach mensch, das beruhigt mich. Und es macht Spaß auf mehr. Wie fühlst Du Dich, wenn die Küche am späten Abend wieder blitzt und blinkt? Ungefähr so fühle ich mich, wenn ich die Speicherkarte neu formatieren kann und alle Fotos an ihren Platz gebracht sind. Einfach toll!

Maximale Übersichtlichkeit durch gut sortierte Fotos

Meine Ordnung beginnt mit dem Jahr und geht weiter zum Monat und dann folgen Ordner mit dem entsprechenden Ereignis oder der Person, die fotografiert wurde. Durch die Verschlagwortung ist es an sich überflüßig so genau zu arbeiten. Dennoch tue ich es um eben auch einfach mal nur in einem Ordner zu schauen, vom Sommerurlaub 2019 zum Beispiel. Allein beim Durchschauen bekomme ich Lust auf eine Diashow. Durch Adobe Bridge ist genau diese Diashow vom Sommerurlaub in wenigen Klicks gestartet. Da ich beim wegsortierend der Fotos alle doppelten Fotos gelöscht habe, bin ich auch nicht gelangweilt vom siebenten Foto in Folge.

Mein Fotoarchiv fängt bei den Negativen aus dem Jahr 1995 an

Die digitalen Fotos werden jeden Tag mehr. Bei den analogen Fotos hält sich der Zuwachs in Grenzen. In meinem Kühlschrank liegen noch Filme, die auf ihren Einsatz warten. Dafür nehme ich mir dann aber auch Zeit, und nicht nur eine Stunde.

Wenn auch Du Papierfotos und Negative rumliegen hast, fang hier mit dem Sortieren an.

Jeder Film bekommt bei mir eine neue Aufbewahrungshülle. Durch kurze Stichworte halte ich fest, wann der Film aufgenommen wurde was die Themen sind. Am Anfang des Ordners ist dann eine schöne Übersicht. Suche ich einen speziellen Film für ein Fotoprojekt, dann find ich den passenden Film direkt in der Übersicht. Da alle Filme ihre eigene Nummer haben und so sortiert sind, ist das alles kein Problem.

Ein aufgeklappter DIN A4 Ordner, voll mit Aufbewahrungshüllen für Negative. Zu sehen ist ein Film mit dem passenden Index für die Übersichtlichkeit.
Film Nr. 60 vom 01.07.2000 mit den Negativen von einem Konzertbesuch

Bei meinen ersten Filmen gab es noch keinen Foto Index. Hier siehst Du wie so ein Index aussieht. Die einzelnen Fotos sind in Miniatur dargestellt. Du hast direkt einen Eindruck, was auf den Negativen festgehalten wurde.

Da die analoge Fotografie entgegen vieler Prophezeiungen nicht ausgestorben ist, sind diese Negativhüllen auch immer noch erhältlich. Ein bekannter Hersteller ist hier Herma. Herma ist auch bekannt für die Adressaufkleber.

Was mich bei einem digitalen Fotoarchiv immer mal wieder stört, dass ich dieses Archiv nicht einfach mal in die Hand nehmen kann, so wie meine Ordner gefüllt mit Negativen. Bei den Filmen sehe ich wie schön alles sortiert ist. Beim digitalen Fotoarchiv freue ich mich über den geringeren Speicherplatz und die Anordnung der Ordner. In die Hand nehmen kann ich nur die Festplatte, auf der mein Fotoarchiv gespeichert ist. Aber irgendwas ist ja immer ;o)

Wie weit bist Du mit Deinem Fotoarchiv?

Schreib mir wie es bei Dir aktuell aussieht!

Für den Anfang bekommst Du hier von mir 3 grundlegende Tricks von mir.

Alles Liebe Adina

Hier schreibt Adina, begeisterte Fotodesignerin, erbitterte Lakritzvernichterin und leidenschaftliche Konzertgängerin. Ich liebe sortierte Fotos in liebevoll gestalteten Fotoalben, auf zuverlässigen Festplatten und bewährten Speichersystemen. Auf dem Weg zu Deinem systematischen Fotoarchiv pack ich gern mit an. Alles Liebe Adina
Beitrag erstellt 7

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben